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数学期望shùxué qīwàng

Erwartungswert / mathematische Erwartung
4 分钟阅读
更新于 2025-01-24
已完成

Kernkonzept

Der Erwartungswert (oder die mathematische Erwartung) einer Zufallsvariablen ist der gewichtete Durchschnitt aller möglichen Werte, wobei die Gewichte die Wahrscheinlichkeiten sind.

Diskrete Zufallsvariable

Für eine diskrete Zufallsvariable XX mit den Werten x1,x2,,xnx_1, x_2, \ldots, x_n und den zugehörigen Wahrscheinlichkeiten p1,p2,,pnp_1, p_2, \ldots, p_n:

E(X)=i=1nxipi=x1p1+x2p2++xnpnE(X) = \sum_{i=1}^{n} x_i \cdot p_i = x_1p_1 + x_2p_2 + \cdots + x_np_n

Notation

  • E(X)E(X) - Erwartungswert von XX
  • μ\mu (mu) - wird häufig zur Bezeichnung des Erwartungswerts verwendet
  • X\overline{X} - Stichprobenmittelwert (Schätzung von E(X)E(X))

Interpretation

Der Erwartungswert stellt dar:

  • Den langfristigen Durchschnitt vieler unabhängiger Versuche
  • Den Schwerpunkt der Wahrscheinlichkeitsverteilung
  • Den fairen Wert im Kontext von Glücksspiel/Finanzen

Wichtig: Der Erwartungswert muss kein tatsächlich mögliches Ergebnis sein.

Eigenschaften des Erwartungswerts

1. Linearität

E(aX+b)=aE(X)+bE(aX + b) = aE(X) + b

wobei aa und bb Konstanten sind.

2. Summe von Zufallsvariablen

E(X+Y)=E(X)+E(Y)E(X + Y) = E(X) + E(Y)

Dies gilt auch, wenn XX und YY NICHT unabhängig sind.

3. Produkt unabhängiger Variablen

Wenn XX und YY unabhängig sind: E(XY)=E(X)E(Y)E(XY) = E(X) \cdot E(Y)

4. Erwartungswert einer Konstante

E(c)=cE(c) = c

Häufige Verteilungen

VerteilungErwartungswert
Bernoulli(pp)pp
Binomial(n,pn, p)npnp
Gleichverteilung({1,2,...,n}\{1,2,...,n\})n+12\dfrac{n+1}{2}
Geometrisch(pp)1p\dfrac{1}{p}

CSCA-Übungsaufgaben

💡 Hinweis: Die folgenden Übungsaufgaben sind auf den Lehrplan der CSCA-Prüfung abgestimmt.

Beispiel 1: Grundlegend (Schwierigkeitsgrad ★★☆☆☆)

Eine Zufallsvariable XX hat die folgende Verteilung:

XX123
PP0,20,50,3

Berechnen Sie E(X)E(X).

Lösung: E(X)=1×0,2+2×0,5+3×0,3E(X) = 1 \times 0{,}2 + 2 \times 0{,}5 + 3 \times 0{,}3 =0,2+1,0+0,9=2,1= 0{,}2 + 1{,}0 + 0{,}9 = 2{,}1

Antwort: E(X)=2,1E(X) = 2{,}1


Beispiel 2: Mittelstufe (Schwierigkeitsgrad ★★★☆☆)

Wenn E(X)=3E(X) = 3, berechnen Sie E(2X+5)E(2X + 5).

Lösung:

Mit der Linearitätseigenschaft: E(2X+5)=2E(X)+5=2(3)+5=11E(2X + 5) = 2E(X) + 5 = 2(3) + 5 = 11

Antwort: 1111


Beispiel 3: Mittelstufe (Schwierigkeitsgrad ★★★☆☆)

Eine faire Münze wird 100 Mal geworfen. Sei XX die Anzahl der Ergebnisse „Kopf". Berechnen Sie E(X)E(X).

Lösung:

XX folgt einer Binomialverteilung mit n=100n = 100, p=0,5p = 0{,}5.

E(X)=np=100×0,5=50E(X) = np = 100 \times 0{,}5 = 50

Antwort: E(X)=50E(X) = 50

Häufige Fehler

❌ Fehler 1: E(X) mit dem wahrscheinlichsten Wert verwechseln

Falsch: E(X)E(X) ist der am häufigsten auftretende Wert ✗

Richtig: E(X)E(X) ist der gewichtete Durchschnitt; der Modus ist der häufigste Wert ✓

❌ Fehler 2: Vergessen, dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten 1 ergibt

Überprüfen Sie vor der Berechnung: pi=1\sum p_i = 1

❌ Fehler 3: Falsche Anwendung der Linearität

Falsch: E(X2)=(E(X))2E(X^2) = (E(X))^2

Richtig: Im Allgemeinen gilt E(X2)(E(X))2E(X^2) \neq (E(X))^2. Die Differenz ist die Varianz! ✓

Beziehung zur Varianz

Var(X)=E(X2)(E(X))2\text{Var}(X) = E(X^2) - (E(X))^2

Oder gleichwertig: E(X2)=Var(X)+(E(X))2E(X^2) = \text{Var}(X) + (E(X))^2

Lerntipps

  1. Formel merken: E(X)=xipiE(X) = \sum x_i p_i
  2. Linearität beherrschen: E(aX+b)=aE(X)+bE(aX+b) = aE(X)+b
  3. Häufige Verteilungen kennen: Der Erwartungswert der Binomialverteilung ist npnp
  4. Nicht mit der Varianz verwechseln: E(X2)(E(X))2E(X^2) \neq (E(X))^2

💡 Prüfungstipp: Wenn eine Wahrscheinlichkeitsverteilungstabelle gegeben ist, überprüfen Sie zunächst, ob die Summe der Wahrscheinlichkeiten 1 ergibt, und wenden Sie dann die Definition direkt an!